Lutz Wostatek
Dipl. Ing. (FH) freier Architekt in 78564 Wehingen
und zugelassener Aussteller von Energieausweisen für Gebäude
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     Energieausweise für Gebäude ab 1.7.2008

Beheizte Gebäude zu planen bedingt heutzutage automatisch eine intensive Auseinandersetzung mit Energieeffizienz. Durch gesetzgeberische Vorgaben hat die Reduktion des CO2-Ausstoß allerhöchste Priorität. Über den langfristigen Sinn mancher Maßnahmen ließe sich vortrefflich diskutieren. Fakt ist, dass die 10 Jahre gültigen Energieausweise ab dem 01.07.2008 verpflichtend auszustellen sind. Allerdings nur, wenn ein Verkauf oder eine Vermietung ansteht.

EnergieEinsparungsVerordnung 2007
Bereits während der Markvorbereitungskampangne der Deutschen Energie-Agentur (kurz dena) habe ich mich im Januar 2006 in deren Energiepass-Liste eintragen lassen. Für eine kostenpflichtige Eintragung in die neue Energieausweis-Liste habe ich bislang noch keine wirtschaftliche Notwendigkeit gesehen.
Am 27.06.2007 haben sich endlich alle gesetzgebende Instanzen auf die EnEV 2007 geeinigt. Als EnEV 2009 stehen schon wieder massive Verschärfungen der gesetzlichen Vorgaben an. "Deutschland rettet die Welt."

Energieausweis ...
...nach Verbrauch :
Hierbei wird nur der Verbrauch der Heizenergie (Öl, Gas ...) für bestimmte Zeiträume und einige weitere Daten (Wohnfläche, Baujahr, uam) eingegeben und daraus ein "Energieverbrauchskennwert" errechnet. Diese "Ausweis" hat ähnlich viel Aussagekraft wie eine Spritverbrauchsberechnung aus einer einzigen Tankfüllung und kann für wenige Euro online im Internet bestellt werden. Der Gesetzgeber hat den Blödsinn schon gleich erkannt und diese Art nur bis zum Oktober 2008 zugelassen. Wohl ausschließlich um die Aussteller in der Anfangszeit zu entlasten.
...nach Energiebedarf :
Diese Berechnungsart basiert auf dem Gebäudebestand. Neben den Bau-Materialien der Gebäudehülle wie Wände, Fenster, Dach müssen auch Angaben über die Heizung gemacht werden. Das dies wesentlich mehr Aussagekraft aber auch viel mehr Aufwand für den Aussteller bedeutet, ist hoffentlich nachvollziehbar. Der erfahrene Aussteller kann mit einem leistungsfähigen Berechnungsprogramm natürlich auch Vorschläge für eine sinnvolle energetisch Sanierung des Gesamtgebäudes und nicht nur für ein Gebäudeteil machen.

Berechtigung als Aussteller
Durch meine Bauvorlage-Berechtigung (ich darf als Architekt Baugesuche einreichen) habe ich automatisch die Qualifikation hierfür. Viel wichtiger hierbei halte ich jedoch meine langjährige Erfahrung.

Handwerker
Auch viele Handwerker haben durch Fortbildungen sich z.B. als "Geprüfter Gebäudeenergieberater im Handwerk" bei der dena eintragen lassen. Die Sensibilisierung des Handwerks zu diesem Thema halte ich für extrem wichtig. Denn je höher die Gebäudehülle gedämmt werden soll (Passivhaus) umso größere Auswirkungen hat der kleinste Ausführungsfehler.
Leider musste ich aber feststellen, dass ein Handwerker nur sein ureigenstes Gewerk wirklich überblickt. Ein Gebäude ist jedoch die Summe vieler Teile/Gewerke. Ein Heizungsbauer tauscht liebend gerne die Heizung aus und verkauft noch eine Solaranlage. Doch wenn das Dach vorher gedämmt worden wäre, hätte der Heizkessel wesentlich kleiner und somit verbrauchsgünstiger gewählt werden können.

Kompetent und unabhängig beraten
Da ein Gebäude aus sehr vielen Gewerken besteht, kann eine energetisch optimierte Ausführung nur von jemandem überwacht werden, der zum einen sich in allen Gewerken gleich gut auskennt und vor allem vollkommen unabhängig berät.

Noch Fragen ...
... zum Energieausweis, der energetischen Beurteilung von Gebäuden uvam. ? Dann mailen Sie doch einfach an Lutz Wostatek.
Stand : 4. November 2008